Landesweites IQ NRW Teilprojekt der MOZAIK gGmbH: "Niedrigschwellige Begleitung zur beruflichen Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung durch Ehrenamtliche aus Migrantencommunities in NRW"

Landesweite Workshops und Aktivitäten

Fachtag der Integration in Waldbröl (Waldbröl, 10.06.2017)

Anerkennungsbegleitende und MOZAIK gestalten Workshop beim Fachtag „Gemeinsam Integration gestalten“ in Waldbröl

Waldbröl – Am Samstag, den 10.06.2017 fand der regionale Fachtag „Gemeinsam Integration gestalten“ für Haupt- und Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit im Oberbergischen Kreis statt. Das Ziel der Veranstaltung war es, Informationen zu integrationsrelevanten Themen an haupt- und ehrenamtliche Beteiligte in der Arbeit mit Geflüchteten in der Kommune weiterzugeben. Im Rahmen des Fachtages leitete MOZAIK gGmbH den Workshop „Wie unterstützen Anerkennungsbegleitende bei der Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse?“. Die Veranstaltung, organisiert vom Kommunalen Integrationszentrum, fand in der Gesamtschule Waldbröl statt.

Der Bürgermeister Peter Koester begrüßte gemeinsam mit Suse Düring-Hesse, Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums Oberbergischer Kreis, alle Teilnehmenden. Etwa 100 Vertreter/-innen aus unterschiedlichen Vereinen und Ämtern waren der Einladung gefolgt und wollten Erfahrungen austauschen, um den Integrationsprozess in ihren Kommunen zu verbessern. Auf einem „Markt der Möglichkeiten“ stellten unterschiedliche Vereine und Gruppen ihre Integrationsarbeit in den Kommunen vor und hatten die Möglichkeit miteinan-der in Austausch zu kommen und sich zu vernetzen

Am Nachmittag fanden verschiedene Workshops statt. Cemalettin Özer, MOZAIK gGmbH, führte den Workshop „Wie unterstützen Anerkennungsbegleitende bei der Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse?“ durch. Zu Anfang stellten sich die Teilnehmenden vor und erklärten ihre Erwartungen an den Workshop. Nach der Vorstellungsrunde übernahm Cemalettin Özer das Wort und erklärte den Teilnehmenden kurz das Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz (BQFG), das seit 2012 die Durchführung der Bewertung ausländischer Berufsqualifikationen regelt. Er hob die wichtige Rolle der Migrantenorganisationen und Communities in der Integrationsarbeit hervor, da sie u.a. Vertrauen und einen guten Zugang zur Zielgruppe besitzen.
Im Anschluss stellte er die Idee und das Konzept des IQ NRW Teilprojekt vor, das durch derzeit 72 ehrenamtliche Anerkennungsbegleitende (neu)zugewanderte Menschen mit ausländischen Bildungsabschluss im Anerkennungsverfahren begleitet. Gemeinsam mit den Teilnehmenden analysierte Cemalettin Özer Einzelfälle, die die ehrenamtlichen Anerkennungsbeglei-tenden des IQ NRW Teilprojekts erläuterten. Die Vielfalt der im Workshop genannten Beispiele, z.B. Personen mit Hochschulabschlüsse wie Ärzte oder aber Abiturienten, verrät die Vielschichtigkeit des Anerkennungsprozesses. Besonders intensiv war der interkulturelle Austausch zwischen Teilnehmende ohne und mit Migrationshintergrund. Darüber hinaus zeigten die Hauptamlichen und Ehrenamtlichen Interesse, ihre Kooperation zu verstärken und sich gegenseitig mehr zu unterstützen.
Insgesamt waren die Teilnehmenden mit dem Workshop und dem Erfahrungsaustausch sehr zufrieden. Abschließend wünschten sie sich für die Zukunft weitere Workshops zum Thema berufliche Anerkennung und eine Verstärkung der  Vernetzung zwischen Migrantenorganisationen und nicht-Migranten Organisationen.

Coaching für Anerkennungsbegleitende (Hagen, 20.05.2017)

Coaching für Anerkennungsbegleitende zur Verbesserung des ehrenamtlichen Begleitprozesses

Hagen – Am Samstag, den 20.05.2017, kamen 29 Teilnehmende zum landesweiten Workshop im Rahmen des IQ NRW Teilprojekts, darunter 23 ehrenamtliche Anerkennungsbegleitende. Das Thema des Workshops lautete: „Ressourcen im Prozess der ehrenamtlichen Anerkennungsbegleitung entdecken und nutzen“, den der interkulturelle Trainer Sedat Cakir als Referent anleitete und durchführte. Die MOZAIK gGmbH hatte die Anerkennungsbegleitenden und regionalen Koordinierungspartner in das Mercure Hotel in Hagen eingeladen.

 
Zum landesweiten Workshop hatte man alle Anerkennungsbegleitenden aus ganz NRW eingeladen. Für einige neu ins Teilprojekt eingestiegene ehemals Geflüchtete, aber auch für routinierte Ehrenamtliche, war das Thema, Ressourcen im Begleitprozess, besonders interessant. Hierfür war Sedat Cakir, interkultureller Trainer der european consulting network (eucon), als Referent vor Ort. Neben den Ehrenamtlichen nahmen auch die Koordinierungspartner aus Solingen und der Märkischen Region, Maria Ricchiuti (Kommunales Integrationszentrum Solingen) und Volker Steinecke (agentur mark GmbH), teil.
Cemalettin Özer und Katharina Neubert (MOZAIK gGmbH) begrüßte alle Teilnehmenden zum landesweiten Workshop und erläuterten in kurzen Worten die Relevanz und den geplanten Ablauf des Workshops. Im Anschluss stellten sich die Anerkennungsbegleiter/-innen aus den verschiedenen Standorten in einer kurzen Vorstellungsrunde selbst vor und erläuterten ihre Erwartungen an den Workshop sowie ihre Erfahrungen oder Probleme bei der Begleitung von Ratsuchenden.
Im Folgenden übernahm Sedat Cakir das Wort und erörterte gemeinsam mit den Anerkennungsbegleitenden den Prozess der ehrenamtlichen Begleitung. Dafür unterteilte er diesen in fünf unterschiedliche Prozessschritte, die er in Schleifen mit den Ehrenamtlichen durchlief, um Ressourcen zu entdecken und besser nutzen zu können. Am Beginn wollte Sedat Cakir von den Anerkennungsbegleitenden wissen, womit sie starten, wie sie sich selbst als Begleiter sehen und was sie den Ratsuchenden geben können und wollen. Es stellte sich heraus, dass viele mit dem Ziel starten den Ratsuchenden dabei zu helfen sich selbst zu helfen.
In den folgenden Schritten, der Ansprache von Ratsuchenden, dem Erstkontakt mit einem Ratsuchenden und der Begleitung, tauschten sich die Anerkennungsbegleiter unter der Anleitung von Sedat Cakir über ihre Erfahrungen und Schwierigkeiten aus. Dabei konnten sie sich gegenseitig weiterhelfen und durch die Erfahrungen der anderen ihre eigenen Prozesse hinterfragen und verbessern. Es wurde unter anderem diskutiert, wie und wo man Ratsuchende auf das eigene Begleitangebot aufmerksam machen kann sowie wie und wann man am besten die Unterlagen für das IQ Netzwerk ausfüllt und bei MOZAIK einreicht.
Im letzten Schritt besprach Sedat Cakir den Abschied einer Begleitung. Dazu schlug er ihnen vor, sich nach jeder Begleitung zu reflektieren, um zu analysieren, was gut gelaufen ist, was nicht so gut lief und wie man sich für die nächste Begleitung verbessern kann. Insgesamt betonte der Referent, dass diese Prozesse nicht schrittweise abgearbeitet werden, sondern dass sie in Schleifen verlaufen. Das bedeutet, man kann immer wieder von vorne anfangen, einen Schritt rückwärts machen oder einen Stufe wiederholen.
Abschließend wurden noch einige organisatorische Details gerklärt und die Teilnehmenden resümierten gemeinsam die Veranstaltungen. Die ehrenamtlichen Anerkennungsbegleitenden zeigten sich sehr zufrieden mit dem ersten landesweiten Workshop in diesem Jahr und freuten sich auch alle untereinander wiederzusehen. MOZAIK dankte allen Anerkennungsbegleiter/-innen für ihren Einsatz, ihr Engagement und ihre Mitarbeit und hofft auf weiterhin gute Zusammenarbeit.

Auftaktgespräch in Neuss (Neuss, 30.03.2017)

Austauschgespräch im Rhein-Kreis Neuss über möglichen neuen Standort mit ehrenamtlichen Anerkennungsbegleitenden

Neuss – Am 30.03.2017 folgten Cemalettin Özer und Katharina Neubert der Interessensbekundung und Einladung ins Kommunale Integrationszentrum Rhein-Kreis Neuss, um das IQ NRW Teilprojekt der ehrenamtlichen Anerkennungsbegleitung vor Ort vorzustellen und sich über den Aufbau eines neuen Standorts des Teilprojekts im Rhein-Kreis Neuss auszutauschen.



Cemalettin Özer, MOZAIK gGmbH, bedankte sich bei Gülten Eroglu und Goran Sućec, Rhein-Kreis Neuss Kommunales Integrationszentrums, für die Einladung zum Austausch-gespräch. Nachdem man sich gegenseitig vorgestellt hatte, begann Cemalettin Özer den beiden Vertreter/-innen des Kommunales Integrationszentrums das Konzept des IQ NRW Teilprojekts sowie den Aufbau eines neuen Standortes mit Ehrenamtlichen aus Migran-tenorganisationen und -communities zu erläutern, dafür zeigte er u.a. den Film über die Idee der Anerkennungsbegleitung, der im Rahmen des Projekts entstanden ist*.

Gülten Eroglu und Goran Sućec waren schon durch Ihre Kolleg/-innen anderer Kommunaler Integrationszentren auf das IQ NRW Teilprojekt aufmerksam geworden und insgesamt sehr positiv gestimmt, als regionaler Koordinierungspartner im Rhein-Kreis Neuss ein Netzwerk aus ehrenamtlichen Anerkennungsbegleitenden zu koordinieren. Nach dem Vortrag konnten zum Aufbau eines Standortes mit Migrantenorganisationen und der Vernet-zung mit lokalen Akteuren einige Fragen beantwortet werden. Gemeinsam wurden die ersten Überlegungen angestellt, wie man mit dem Aufbau beginnen könnte und welche Vereine Interesse an einer Kooperation haben könnten. Abschließend tauschte man sich über die weitere Vorgehensweise aus und besprach die nächsten Schritte für den Rhein-Kreis Neuss.
MOZAIK gGmbH freut sich einen neuen, interessierten Partner für das Teilprojekt gewonnen zu haben und hofft auf eine erfolgreiche Kooperation.

 

* Den Film finden Sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=A1thGp5Jhrg

Auftaktgespräch mit dem Kommunalen Integrationszentrum Bochum (Bochum, 15.03.2017)

Erster Austausch über möglichen neuen Standort mit ehrenamtlichen Anerkennungsbegleitenden in Bochum

Bochum – Am 15.03.2017 folgten Cemalettin Özer und Katharina Neubert der Interessensbekundung des Kommunalen Integrationszentrums Bochum das IQ NRW Teilprojekt der ehrenamtlichen Anerkennungsbegleitung vor Ort vorzustellen und sich über den Aufbau eines neuen Standorts des Teilprojekts in Bochum auszutauschen.

 

 

Cemalettin Özer, MOZAIK gGmbH, bedankte sich bei Susanne Köllner, der Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums Bochum und ihrer Kollegin Bettina Schmidt, Übergang Schule Beruf, für die Einladung zum Austauschgespräch. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde stellte Cemalettin Özer den beiden Vertreterinnen des Kommunales Integrationszentrums das Konzept des IQ NRW Teilprojekts sowie den Aufbau eines neuen Standortes mit Ehrenamtlichen aus Migrantenorganisationen und -communities vor, dafür zeigte er u.a. den Film über die Idee der Anerkennungsbegleitung, der im Rahmen des Projekts entstanden ist*.

Im Anschluss stellten Susanne Köllner und Bettina Schmidt Fragen zur Umsetzung des Teilprojekts und diskutierten die ersten Überlegungen, wie man in Bochum mit dem Aufbau eines Netzwerks aus ehrenamtlichen Anerkennungsbegleitenden beginnen könnte und wie die ersten Schritte hierzu aussehen könnten. Insgesamt stieß das IQ NRW Teilprojekt auf positive Resonanz und das Kommunale Integrationszentrum Bochum stimmte zu als regionaler Koordinierungspartner einen neuen Standort des IQ NRW Teilprojekts in Bochum aufzubauen. MOZAIK gGmbH freut sich einen neuen Partner für das Teilprojekt gewonnen zu haben und hofft auf eine erfolgreiche Kooperation.

Abschließend tauschte man sich über die weitere Vorgehensweise aus und besprach die nächsten Schritte im Aufbau eines Standorts in Bochum. Des Weiteren wurden vorläufig die nächsten Termine festgehalten, um in Kürze auf Migrantenorganisationen zuzugehen und sie zu einer ersten Informationsveranstaltung einzuladen.

 

* Den Film finden Sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=A1thGp5Jhrg

Anerkennungsbegleitende beim IQ Kongress 2016 in Berlin (Berlin, 06./07.12.2016)


Berlin – Vom 06. bis zum 07.12.2016 fand im Berliner Congress Center der IQ Kongress 2016, eröffnet vom Staatsekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales Thorben Albrecht, statt. Das Förderprogramm IQ veranstaltete im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales den internationalen Kongress – mit dabei zwei ehrenamtliche Anerkennungsbegleitende.

v.l.n.r.: Hesham Ahmad Mohammad (Anerkennungsbegleiter), Doinita Grosu (Diakonie Hilfswerk Hamburg) , Alla Weber (Anerkennungsbegleiterin), Katharina Neubert (MOZAIK gGmbH)

Über 500 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Praxis, Wirtschaft und Politik waren zum zweiten Fachkongress des Förderprogramms IQ mit dem Titel „Migration bewegt – Menschen I Gesellschaft I Politik“ nach Berlin gekommen, um über soziale Teilhabe von Zugewanderten und die Integration in den Arbeitsmarkt zu diskutieren. Auch einige Anerkennungsbegleitende aus dem IQ NRW Teilprojekt der MOZAIK gGmbH waren eingeladen wurden nach Berlin zu kommen – Hesham Ahmad Mohammad und Alla Weber.


Hesham Ahmad Mohammad wurde eine besondere Ehre zu Teil, als er bei der Begrüßung des Moderators Till Nassif einige Fragen zu seiner eigenen Geschichte und zu seinem ehrenamtlichen Engagement beantworten durfte. Herr Mohammad ist erst im letzten Jahr aus Syrien nach Deutschland gekommen und engagiert sich bereits seit August als ehren-amtlicher Anerkennungsbegleiter in der Region Köln für die berufliche Anerkennung Anderer. Er selbst hat in Syrien studiert und als Lehrer gearbeitet: „Es ist mein Traum auch in Deutschland als Lehrer zu arbeiten“, erzählte er Till Nassif bei der Begrüßung des Kongresses.


In vier Panels wurden mit dem Plenum im großen Saal die Themen Deutschland als Einwanderungsland, Geflüchtete auf dem Arbeitsmarkt, Faire Arbeit für alle und Migration und Medien mit internationalen Referenten aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft erörtert. Darüber hinaus konnten sich die Teilnehmenden aktiv mit Expertinnen und Experten in rund 30 Workshops und Roundtables auseinandersetzen, die frei zu Wahl standen.


Auch MOZAIK war beim IQ Kongress vertreten und führte im Rahmen der Fach AG „Migrantenorganisationen im Förderprogramm IQ“ eine Roundtable-Diskussion zum Thema „Die (ignorierte) Rolle von Migrantenorganisationen

Workshop für Anerkennungsbegleitende: Selbst- und Zeitmanagement im Ehrenamt (Hagen, 26.11.2016)

 

Hagen – Am Samstag, den 26.11.2016, nahmen 27 Teilnehmende am landesweiten Workshop mit dem Thema „Selbst- und Zeitmanagement im Ehrenamt“ im Rahmen des IQ NRW Teilprojekts teil, darunter 22 Anerkennungsbegleiter/-innen und Ehrenamtliche. Als Referent leitete Gunnar Lindner, Kommunikationstrainer und Coach, den Workshop mit den Begleiter/-innen. MOZAIK hatte die Ehrenamtlichen in das Mercure Hotel in Hagen eingeladen.

Das Thema des landesweiten Workshops, an dem alle Anerkennungsbegleiter/-innen aus ganz NRW eingeladen waren, war auf Vorschlag der Ehrenamtlichen entstanden: Zeit- und Selbstmanagement im Ehrenamt. Hierfür war Gunnar Lindner, Kommunikationstrainer und Coach, als Referent eingeladen. Neben den Ehrenamtlichen nahmen auch die Koordinierungspartner der Region Duisburg, des Märkischen Kreis und dem Ennepe-Ruhr-Kreis, Cem Organ (Kommunales Integrationszentrum), Karina Baranski (Kommunales Integrationszentrum Märkischer Kreis) und Armin Suceska (Kommunales Integrationszentrum Ennepe-Ruhr-Kreis), teil.


Katharina Neubert (MOZAIK gGmbH) begrüßte alle Teilnehmenden zum landesweiten Workshop und erläuterte dem Referenten in kurzen Worten die Idee des Teilprojekts. Im Anschluss stellten sich die Anerkennungsbegleiter/-innen aus den verschiedenen Regionen in einer kurzen Vorstellungsrunde selbst vor und erläuterten ihre Erwartungen an den Workshop sowie ihre Erfahrungen oder Probleme mit Zeitmanagement.


Im Anschluss übernahm Gunnar Lindner das Wort und begann seine Erläuterungen mit der Definition von Stress. Dazu erklärte er den Teilnehmenden, wie Stress hervorgerufen wird und auf welche Weise der Körper darauf reagieren kann. Dabei zeigte er auf, wie Stress mit Leistung korrespondiert und dass zu viel Stress Krankheiten hervorrufen kann. Dazu sollte man an sich selbst überprüfen, ob man mit eigenen Ressourcen den Stress bewältigen kann oder ob er eine Überforderung hervorruft. Im zweiten Schritt ging Gunnar Lindner dazu über, den Teilnehmenden zu erklären, auf welche Weise Stress bewältigt werden kann und wie es möglich ist Stress zu reduzieren und Zeit besser zu managen.
Die Teilnehmenden teilten sich in fünf unterschiedliche Gruppen auf und tauschten sich untereinander über ihre eigenen Zeitprobleme im Ehrenamt und im Verein sowie über ihre Erfahrungen aus und halfen sich gegenseitig mit ihren eigenen Tipps weiter, wie man seine Zeit besser aufteilen und nutzen kann. Durch die Gruppenarbeit, die den jeweils anderen Gruppen präsentiert wurde und die Herr Lindner mit weiteren Tipps ergänzte, kamen viele gute Vorschläge und Praxishinweise zusammen, wie Zeitstress reduziert werden kann.


Im letzten Abschnitt übernahm wieder Gunnar Lindner das Wort und erläuterte einige Methoden mit denen man seine Zeit besser planen und sich seine Prioritäten richtig setzten kann.


Insgesamt konnten die Anerkennungsbegleitenden beim dritten überregionalen Workshop in diesem Jahr viele Informationen und Hinweise mitnehmen. Abschließend resümierten alle Teilnehmenden gemeinsam die Veranstaltungen und sammelten einige Ideen, wie es im nächsten Jahr weiter gehen könnte. Man sprach auch über die gesamte Teilprojektarbeit in diesem Jahr mit der sich alle Teilnehmenden zufrieden zeigten. MOZAIK dankte allen Anerkennungsbegleiter/-innen für ihren Einsatz, ihr Engagement und ihre Mitarbeit in diesem Jahr und hofft auf weiterhin gute Zusammenarbeit.

Austauschworkshop für Anerkennungsbegleiter/-innen zum Thema Pressearbeit und Wertschätzung (08.10.2016)

Landesweiter Austauschworkshop

Austauschworkshop für Anerkennungsbegleiter/-innen zum Thema
Pressearbeit und Wertschätzung


Hagen – Am Samstag, den 08.10.2016, nahmen 22 Teilnehmende in Hagen im Rahmen des IQ NRW Teilprojekts am landesweiten Austauschworkshop mit dem Thema „Möglichkeiten für eine größere Bekanntheit und eine höhere Wertschätzung der ehrenamtlichen Anerkennungsbegleitung in der Öffentlichkeit in NRW“ teil, darunter 15 ehrenamtliche Anerkennungsbegleiter/-innen. MOZAIK hatte die Ehrenamtlichen zum Workshop in das Mercure Hotel in Hagen eingeladen.

Landesweiter Workshop in Hagen zum Thema Pressearbeit und Wertschätzung


Auf der Agenda des Workshops standen zwei große Themen: Auf der einen Seite wurden Strategien zur Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Ehrenamtliche vorgestellt. Hierfür war Şenol Keser, Mitarbeiter für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei MOZAIK gGmbH als Referent eingeladen. Auf der anderen Seite wurde das Thema Wertschätzung der Anerkennungsbegleitung gemeinsam erörtert. Neben den Ehrenamtlichen nahmen auch die Koordinierungspartner der Regionen Emscher-Lippe, der Märkischen Region und dem Ennepe-Ruhr-Kreis, Petra Giesler (Regionalagentur Emscher-Lippe), Volker Steinecke (agenturmark GmbH) und Armin Suceska (Kommunales Integrationszentrum Ennepe-Ruhr-Kreis), teil.
Cemalettin Özer und Katharina Neubert (MOZAIK gGmbH) begrüßten die Teilnehmenden zum landesweiten Austauschworkshop. Alle Anerkennungsbegleiter/-innen aus den verschiedenen Regionen stellten sich und ggf. ihre Migrantenorganisation kurz vor, zudem erläuterten sie ihre Erwartungen und Interessen am Workshop oder ihre aktuellen Probleme bei der Begleitung von Ratsuchenden.
Im ersten Workshopteil übernahm Şenol Keser das Wort zum Thema Strategien der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Ehrenamtliche. Er gab den Anerkennungsbegleiter/-innen viele Tipps und Ratschläge für die Umsetzung in ihrem Verein. Beispielsweise sollte ein fester Ansprechpartner für Presseangelegenheiten benannt werden. Weiterhin seien ganz einfache Dinge wie z.B. Hinweise auf die Öffnungszeiten der Vereinsräume hilfreich, um den Kontakt „zur Öffentlichkeit“ zu erleichtern. „Ohne eine eigene Homepage geht es leider heutzutage nicht mehr. Das ist einer der wichtigsten Punkte in der Öffentlichkeitsarbeit“, so Şenol Keser. Die Website sollte regelmäßig gepflegt und mit Ansprechpartnern versehen sein. Die Anerkennungsbegleiter/-innen hatten viele Fragen, wie sie ihre Pressearbeit optimieren können. Beispielsweise fragte ein Anerkennungsbegleiter, wie es gelingen kann, dass die Zeitung z.B. über ein Vereinsfest berichtet. Herr Keser empfahl den Ehrenamtlichen der entsprechenden Zeitung Texte und Fotos selbst zuliefern: „Die Redakteure freuen sich, wenn man viel mitarbeitet bzw. Arbeit abnimmt.“
Im Anschluss stand Gruppenarbeit auf dem Programm. Dafür wurden zwei Gruppen mit unterschiedlichen Themen gebildet, in die sich die Anerkennungsbegleiter/-innen selbst zuordneten. Die eine Gruppe vertiefte das Thema Pressearbeit und wurde von Şenol Keser geleitet. Zu Anfang tauschten sich hier die Teilnehmenden über ihre Erfahrungen mit Medien aus, die bereits genutzt werden. Daraufhin wurden Probleme erörtert, die im Zusammenhang mit Pressearbeit bestehen, wie beispielsweise Hemmungen journalistische Texte zu schreiben sowie den akuten Zeitmangel sich diesem Thema überhaupt zu widmen. Gemeinsam wurden zum Abschluss Themengebiete gesammelt, die sich für Pressearbeit eignen, denn oftmals eignen sich auch alltägliche Begebenheiten für eine Pressemeldung.
Die andere Gruppe, angeleitet von Cemalettin Özer, beschäftigte sich mit der Wertschätzung der ehrenamtlichen Anerkennungsbegleitung. Dabei berichteten die Anerkennungsbegleitenden in einem ersten Schritt von Problemen, die sie bei der Wertschätzung sehen. Zusammenfassend wurde festgehalten, dass Ehrenamtliche oftmals von Behörden nicht wertgeschätzt werden und die teilweise sehr langen Wartezeiten fördern dieses Gefühl noch weiter. Darüber hinaus sind auch Ämter nicht immer auf dem neusten Gesetzes-Wissensstand. Es kommt nicht selten vor, dass Ehrenamtliche besser informiert sind. Auch den Ratsuchenden mangelt es manchmal an Wertschätzung. Denn ihren eigenen Zeitdruck und ihre Ungeduld geben Sie an die Ehrenamtlichen weiter. Dazu kann es vorkommen, dass sie die Zeit der Ehrenamtlichen „ausnutzen“, indem sie ihre Hilfe auch in vielen anderen Bereichen des täglichen Bedarfs anfordern. Ein weiteres Thema war der zeitliche Aufwand für die Dokumentation.
Anschließend wurde gemeinsam nach Lösungen gesucht. Gemeinsam fordert man, dass ein neues Landesprogramm in NRW für ehrenamtliche Integrationsarbeit beschlossen werden soll. Ehrenamtliche könnten beispielsweise einen Ausweis erhalten mit dem sich Reisekosten verrechnen und Wartezeiten bei Ämtern verringern lassen; dazu sollte eine Aufwandsentschädigung gezahlt werden. Weiterhin wurde festgehalten, dass sich die Ehrenamtlichen in ihrer Tätigkeit abgrenzen, sich nicht für Übersetzungen ausnutzen lassen oder für entsprechende Tätigkeiten Honorar fordern sollten (beispielsweise von Ämtern). Des Weiteren sollten sie Ratsuchende möglichst oft an Beratungsstellen weiterleiten und lernen auch mal „nein“ zu sagen. Zum Thema Zeitmanagement wird MOZAIK im November einen weiteren Workshop anbieten.
Abschließend stellten sich die Gruppen ihre Ergebnisse gegenseitig vor und einige organisatorische Angelegenheiten wurden geregelt. Insgesamt zeigten sich die Anerkennungsbegleiter/-innen mit dem interaktiven Workshop sehr zufrieden und verabschiedeten sich in den sonnigen Samstag.

Workshop der Märkischen Region, der Region Köln und der Region Solingen (Hagen, 04.06.2016)

Vertreterin des Bleiberechts-Netzwerkes IvAF schult Anerkennungsbegleiter/-innen im Asylrecht

 

Hagen – Am Samstag, den 04.06.2016, trafen sich 10 Anerkennungsbegleiter/-innen der Regionen Köln, Solingen, Märkischer Kreis und Ennepe-Ruhr-Kreis in Hagen im Rahmen des IQ NRW Teilprojekts zum Workshop mit dem Thema „Asyl- und arbeitsmarktrechtliche Grundlagen für Geflüchtete“. MOZAIK hatte die Ehrenamtlichen in das Arcadeon Hotel in Hagen eingeladen.

 

Viele Anerkennungsbegleiter/-innen unterstützen derzeit Geflüchtete und stehen dabei immer wieder vor Fragen zum Asylrecht und arbeitsrechtlichen Bestimmungen. Für diesen aktuellen Bedarf organisierte MOZAIK in Kooperation mit dem IvAF Netzwerk (Integration von Asylbewerber/-innen und Flüchtlingen) Workshops für die Ehrenamtlichen. Sabine Görke-Becker von der AWO Ennepe-Ruhr und aus dem IvAF Netzwerk war als Referentin eingeladen. Auch die Koordinierungspartner der Region Solingen und dem Ennepe-Ruhr-Kreis, Maria Carroccio Ricchiuti vom Kommunalen Integrationszentrum Solingen und Armin Suceska vom Kommunalen Integrationszentrum Ennepe-Ruhr-Kreis, nahmen am Workshop teil.

 

Katharina Neubert, MOZAIK gGmbH, begrüßte die Teilnehmenden zum Workshop. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde, stellte sie der Referentin und den Teilnehmenden in kurzen Zügen das Teilprojekt vor und zeigte dazu einen Film zum Konzept der beruflichen Anerkennungsbegleitung durch Ehrenamtliche, der im Rahmen des Teilprojekts im letzten Jahr entstanden ist.*

 

Im Anschluss übernahm die Referentin Sabine Görke-Becker, AWO Ennepe-Ruhr, das Wort und erläuterte den Anerkennungsbegleiter/-innen und Koordinierungspartner/-innen die aufenthaltsrechtlichen Rahmenbedingungen, den Ablauf des Asylverfahrens sowie die unterschiedlichen Aufenthaltstitel und -statusse. Desweiteren erklärte sie die Zugänge zum Arbeitsmarkt für Geflüchtete, der wiederum abhängig ist vom Aufenthaltsstatus und ggf. vom Herkunftsland und der Aufenthaltsdauer. Die Ehrenamtlichen stehen in ihrer Praxis im engen Kontakt mit Geflüchteten, sodass es von Beginn an viele Fragen zu beantworteten gab. Gemeinsam wurden Probleme, wie beispielsweise Bürgschaften für Geflüchtete, erörtert und Lösungen vorgeschlagen.

 

Frau Görke-Becker schilderte im zweiten Teil ihres Vortrages den Zugang zu Ausbildung und Praktika für Geflüchtete und ging abschließend auf Integrations- und Sprachkurse ein. Immer wieder wurde seitens der Anerkennungsbegleiter/-innen auch nach Möglichkeiten für EU-Zuwanderer und Geflüchtete aus vermeintlich sicheren Herkunftsländern gefragt. Desweiteren bot Sabine Görke-Becker allen Teilnehmenden an sich bei Fragen und Problemen an sie zu wenden. Dafür reichte sie den Anwesenden ihre Kontaktdaten weiter.

 

Abschließend wurde noch einige offene Fragen geklärt und organisatorische Angelegenheiten geregelt. Insgesamt zeigten sich die Anerkennungsbegleiter/-innen mit den gebotenen Informationen sehr zufrieden und verabschiedeten sich in den sonnigen Samstag.

* Der Film ist unter diesem Link zu finden: www.youtube.com/watch?v=A1thGp5Jhrg

Workshop der Regionen Emscher-Lippe, Niederrhein-Duisburg und Ostwestfalen-Lippe (Recklinghausen, 04.06.16)

Viele Fragen zum Asylrecht beim überregionalen Workshop mit Vertretern des IvAF Netzwerkes


Recklinghausen – Am Samstag, den 04.06.2016, nahmen fünf ehrenamtliche Anerken-nungsbegleiter/-innen der Regionen Emscher-Lippe, Duisburg und Ostwestfalen-Lippe am überregionalen Workshop in Recklinghausen teil. Im Rahmen des IQ NRW Teilprojekts hatte MOZAIK in Kooperation mit Vertretern des IvAF Netzwerkes zum Thema „Asyl- und arbeitsmarktrechtliche Grundlagen für Geflüchtete“ in die Kulturkantine in Recklinghausen eingeladen.


Für den akuten Bedarf der Anerkennungsbegleiter/-innen zum Thema Asylrecht und arbeitsrechtliche Bestimmungen für Geflüchtete organisierte MOZAIK Workshops für die ehrenamtlichen Anerkennungsbegleiter/-innen. Mathias Stratmann und Gerd Specht von RE/init e.V. aus dem IvAF Netzwerk (Integration von Asylbewerber/-innen und Flüchtlingen) luden die Ehrenamtlichen in ihre Räumlichkeiten in Recklinghausen ein und stellten sich als Referenten zur Verfügung. Auch Bodo Berg nahm als Vertreter des Teilprojekt-Koordinierungspartners Stadt Gelsenkirchen am Workshop teil.


Katharina Neubert, MOZAIK gGmbH, begrüßte die Teilnehmenden und eröffnete den Workshop mit einer kurzen Vorstellungsrunde. Im Anschluss zeigte sie zur Vorstellung des Teilprojekts einen Film zum Konzept der beruflichen Anerkennungsbegleitung durch Ehrenamtliche, der im letzten Jahr entstanden ist.*

 

Anschließend begann Mathias Stratmann, RE/init e.V., mit seinem Vortrag zum Thema: „Arbeitsmarktliche Integration für Flüchtlinge“. In offener Vortragsform, bei der er die Anerkennungsbegleiter/-innen immer wieder nach ihren Einschätzungen fragte, brachte er ihnen die aufenthaltsrechtlichen Rahmenbedingungen, den Ablauf des Asylverfahrens und die unterschiedlichen Aufenthaltstitel näher. Dazu beschrieb er die Abläufe und Szenarien anhand vieler anschaulicher Beispiele. Darüber hinaus erläuterte er die Zugänge zum Arbeitsmarkt, zu Ausbildungen und Praktika für Geflüchtete sowie die Integrations- und Sprachkurse.


Die Ehrenamtlichen hatten, durch ihren engen Kontakt zu Geflüchteten, von Beginn an viele Fragen, die sich im Laufe des Vortrags und durch die vielen Beispiele von Herrn Stratmann beantworteten. Gemeinsam wurden verschiedene Situationen diskutiert, wie z.B. die Möglichkeit für Geflüchtete als „Bufdi“ (Bundesfreiwilligendienst) zu arbeiten oder Stipendien für Studierende. Des Weiteren bot der Referent den Ehrenamtlichen an, sich bei Fragen an ihn zu wenden oder von Problemen zu berichten. Dafür gab Herr Stratmann sowie auch Herr Specht den Anerkennungsbegleiter/-innen seine Kontaktdaten weiter.


Im zweiten Teil stellte Gerd Specht, RE/init e.V., das IvAF-Integrations-Projekt „ELNet plus - Emscher-Lippe Netzwerk zur Arbeitsmarktintegration von Asylbewerber/-innen und Flücht-lingen“ vor. Im Rahmen dieses Projekts bietet RE/init u.a. individuelle Beratung zur Asyl-Anerkennung und beruflichen Anerkennung, Sprachförderungen, wie Integrationskurse, Basissprachkurse und viele mehr, Vermittlungen in schulische Bildung und Praktika sowie in Ausbildung und Arbeit, an. Des Weiteren bilden sie wichtige Netzwerke in der Region Emscher-Lippe und in den einzelnen Städten.


Abschließend wurden noch einige offene Fragen und organisatorische Angelegenheiten geklärt. Die Anerkennungsbegleiter/-innen waren mit dem Workshop insgesamt sehr zufrieden und konnten viele Informationen mit nach Hause nehmen.

 

* Der Film ist unter diesem Link zu finden: www.youtube.com/watch?v=A1thGp5Jhrg